Asklepios Klinik Nord - Heidberg
Asklepios Klinik Nord - Heidberg
Tangstedter Landstr. 400
22417 Hamburg
Tel.: 040 - 18 18-87 0
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€ Mein Kind im Krankenhaus
Hamburg (em) Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Um die Ausnahmesituation Krankenhausaufenthalt für sie so angenehm wie möglich zu gestalten, ist die Kinderklinik der Asklepios Klinik Nord - Heidberg auf die besonderen Bedürfnisse von kleinen Patienten ausgerichtet. Kindgerechte Räume und liebevolle Zuwendung durch speziell geschulte Mitarbeiter erleichtern das Eingewöhnen in die fremde Umgebung und unterstützen den Genesungsprozess. Bei geplanten Aufenthalten können die Eltern aber schon vorab einiges tun, um ihrem Kind seine Ängste zu nehmen.

„Sie sollten dem Kind so einfach wie möglich erklären, warum es ins Krankenhaus muss, was dort passiert und dass vielleicht auch einmal etwas weh tut. Bleiben Sie vor allem selbst gelassen. Wenn Sie Zuversicht ausstrahlen, geben Sie Ihrem Kind ein Gefühl der Sicherheit“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Norbert Veelken, Chefarzt Kinder- und Jugendmedizin in der Asklepios Klinik Nord - Heidberg.

Kinder ab drei Jahren können Eltern durch das gemeinsame Lesen von Bilderbüchern an das Thema Krankenhaus heranführen. Den spielerischen Umgang mit Stethoskop, Spritze und Co. lernen „kleine Doktoren“ mit einem Spielzeug-Arztkoffer. Beim Versorgen des Lieblingskuscheltiers verlieren medizinische Instrumente schnell ihren Schrecken.

Im Rahmen des Präventionsprojekts „Keine Angst vor dem Krankenhaus“ bietet die Asklepios Klinik Nord - Heidberg außerdem Führungen für Kindergarten- und Kitagruppen an. Das Wichtigste ist allerdings, dass Eltern ihrem Kind sagen, dass sie es im Krankenhaus nicht allein lassen. Dies müssen sie später natürlich auch einhalten. „Wenn Sie nicht ständig anwesend sein können, versuchen Sie, zumindest in den Momenten da zu sein, in denen Ihr Kind Sie am meisten braucht: abends vor dem Einschlafen, bei größeren Untersuchungen, vor einer Operation und beim Aufwachen aus der Narkose“, empfiehlt Dr. Veelken. Dank Rooming-in darf in der Asklepios Klinik Nord - Heidberg bei Kindern im Alter bis einschließlich fünf Jahren ein Elternteil im selben Zimmer übernachten. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.

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€ Informationsabend zur Multiplen Sklerose am 16. Februar
Hamburg (em) Am 16. Februar veranstaltet die Neurologie der Asklepios Klinik Nord – Heidberg einen Informationsabend zur Multiplen Sklerose (MS).

Betroffene, Angehörige und Interessierte erfahren Wissenswertes rund um das Thema Reisen mit MS. Außerdem informieren die Referenten über die aktuellen Möglichkeiten zur Behandlung von Schmerzen, die bei dieser chronischen Erkrankung auftreten können. Abgerundet wird das Programm durch den Erfahrungsbericht einer ambulanten MS-Schwester über die Behandlung mit Immunmodulatoren im heimischen Umfeld. Im Anschluss haben die Besucher die Möglichkeit, Fragen an die Experten zu richten.

Wann:
Donnerstag, 16. Februar
18.30 bis 20.40 Uhr

Wo:
Asklepios Klinik Nord – Ochsenzoll
Haus 2
Henny-Schütz-Allee 3
22419 Hamburg

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€ Wer sich nicht schont, riskiert Herzmuskelentzündungen
Hamburg (em) „Drei Tage kommt sie, drei Tage bleibt sie, drei Tage geht sie“, heißt es im Volksmund über Erkältungen. Normalerweise sind das lästige Halskratzen, Husten, Schnupfen und Fieber auch tatsächlich nach ein bis zwei Wochen überstanden. Doch wer sich körperlich nicht schont, riskiert, dass eines seiner wichtigsten Organe Schaden nimmt.

„Sport und körperliche Anstrengung sind bei Erkältungen und Grippe tabu, sonst droht eine Herzmuskelentzündung“, erklärt Dr. Ralph-Uwe Mletzko, Chefarzt Kardiologie in der Asklepios Klinik Nord - Heidberg. „Innerhalb von wenigen Tagen kann sich eine ausgeprägte Herzschwäche entwickeln, die schlimmstenfalls zum plötzlichen Herztod führt. Meist verläuft eine Herzmuskelentzündung aber schleichend, so dass die Betroffenen erst nach Wochen oder Monaten merken, dass ihr Lebensmotor schlappmacht.“ Eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) kann jeden treffen. Ursache ist in erster Linie eine Infektion des Herzmuskels durch Viren, die für Grippe, Erkältungen und Durchfallerkrankungen verantwortlich sind. Aber auch andere Viren (z. B. Masern- oder Herpes-Viren), Bakterien (z. B. die Erreger von Scharlach und Diphterie), Pilze und Parasiten können eine Myokarditis hervorrufen. Eher seltene Auslöser sind bestimmte Medikamente und Autoimmunreaktionen.

Unspezifische Symptome erschweren die Diagnose
Das Tückische an der Herzmuskelentzündung? Sie äußert sich durch Beschwerden, die oft nicht von denen einer Erkältung oder Grippe zu unterscheiden sind. Hinzu kommt, dass sie nicht bei allen Betroffenen gleich verläuft. Die Patienten klagen über Leistungsschwäche, Müdigkeit, Gliederschmerzen und Fieber. Gelegentlich berichten sie außerdem über Herzstolpern, Herzrasen, Schmerzen im Brustkorb und geschwollene Beine. Bei einer fortgeschrittenen Myokarditis geraten sie schon bei geringsten körperlichen Anstrengungen in Atemnot. „Es ist wichtig, eine Herzmuskelentzündung so früh wie möglich zu erkennen, um sie erfolgreich behandeln und mögliche Komplikationen vermeiden zu können“, so Dr. Mletzko.

Besteht der Verdacht auf eine Herzmuskelentzündung, kommen verschiedene Untersuchungsmethoden zum Einsatz. Eine Blutuntersuchung zeigt neben meist nur leicht erhöhten Entzündungswerten gelegentlich auch auffällige Werte bestimmter Herzenzyme. In manchen Fällen erbringt sie zudem den Nachweis über das auslösende Virus oder Bakterium. Weitere Hinweise liefern eine Röntgenaufnahme, ein Elektrokardiogramm (EKG), eine Ultraschalluntersuchung (Echokardiographie) sowie eine Kernspintomographie des Herzens. Bei schwierigen Verläufen ist es gegebenenfalls notwendig, mit Hilfe eines Herzkatheters eine Gewebeprobe aus dem Herzmuskel zu entnehmen und diese im Labor feingeweblich und immunhistochemisch untersuchen zu lassen. Damit können zum einen der Nachweis einer Myokarditis geführt und entsprechende Therapiemaßnahmen abge- Erkältungen auskurieren leitet, zum anderen andere Herzerkrankungen diagnostiziert werden. Die Myokardbiopsie sollte aufgrund der möglichen prozedurbezogenen Komplikationen nur an erfahrenen Herzzentren durchgeführt werden. Die Asklepios Klinik Nord - Heidberg kooperiert mit einem der renommiertesten Institute in Deutschland, dem Institut Kardiale Diagnostik und Therapie in Berlin.

Den Schongang einlegen
Bei einer Herzmuskelentzündung leistet der Patient selbst durch körperliche Schonung den wichtigsten Beitrag zur Genesung. Eine Medikation, die durch Blutdruck- und Herzfrequenzsenkung zur Entlastung des Herzens beiträgt, ist immer Teil der Therapie. Bei einer bakteriell bedingten Herzmuskelentzündung ist die Gabe von Antibiotika die Therapie der Wahl. Wurde die Erkrankung durch ein Virus ausgelöst, ist oft nur eine unspezifische Therapie durch sogenannte nicht-steroidale Antiphlogistika möglich. Nur bei bestimmten Formen der viralen Myokarditis finden spezifische Medikamente wie Interferon Anwendung. Liegt eine Autoimmunerkrankung zugrunde, ist eine immunsuppressive Therapie angezeigt.

Auch die möglichen Folgen einer Myokarditis, Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche, sind medika- mentös behandelbar. „Das Ziel, die volle Pumpleistung des Herzens wieder zu erlangen, können wir in den meisten Fällen erreichen. Nur selten bleiben bei ungünstigen Verläufen dauerhafte Funktionseinschränkungen zurück“, erklärt Dr. Mletzko. Diese Patienten haben heute durch eine lebenslange medikamentöse Therapie und Herz-Kreislauf-Training eine sehr gute Prognose. Reicht der Einsatz von Medikamenten allein nicht aus, kann eine Resynchronisationstherapie durch biventrikuläre Schrittmacher- /Defibrillatorsysteme sinnvoll sein. Neben ihrer Funktion als Impulsgeber für ein zu langsames Herz (Herzschrittmacher) und als Bremser von lebensbedrohlich schnellen Herzrhythmusstörungen (Defibrillator) übernehmen sie zusätzlich die Synchronisierung der linken und rechten Herzkammer, deren Zusammenspiel bei einer Herzschwäche gestört ist. Die Betroffenen gewinnen durch den Eingriff viel an Leistungskraft und Lebensqualität zurück.

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Kardiologie Chefarzt Dr. Ralph-Uwe Mletzko
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€ Neuer Ärztlicher Direktor
Hamburg (em) Seit Mitte November 2011 ist Dr. Ernst-Joachim Malzfeldt neuer Ärztlicher Direktor der Asklepios Klinik Nord - Heidberg. Der Chefarzt der Radiologie/Neuroradiologie hat die Nachfolge von PD Dr. Oliver Detsch angetreten, der sich nach dreijähriger Amtszeit wieder auf seine Tätigkeit als Chefarzt der Abteilung für Anästhesiologie, Intensivtherapie, Notfallmedizin und Schmerztherapie fokussiert.

Vor Annahme der Chefarztposition in der Asklepios Klinik Nord - Heidberg im Jahr 2009 war Dr. Malzfeldt Leitender Oberarzt und Vertreter des Chefarztes der Abteilung für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin in der Asklepios Klinik Altona. Die klinischen Schwerpunkte des Facharztes für Radiologie liegen in der Schnittbilddiagnostik und der interventionellen Radiologie. Sein besonderes Interesse gilt Gefäßeingriffen sowie lokalen Schmerz- und Tumortherapien. Das Amt des Ärztlichen Direktors nimmt Dr. Malzfeldt zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben im Nebenamt wahr. „Ich freue mich, die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Hauses von dieser interessanten Position aus mitzuerleben und mitzugestalten“, so der 56-Jährige. Ausgleich zum beruflichen Alltag findet Dr. Malzfeldt bei seiner Familie, in seinem Garten und auf seinem Fahrrad. www.asklepios.com/nord

Foto: Dr. Ernst-Joachim Malzfeldt.

€ Wenn der Darm verrückt spielt
Norderstedt/Hamburg (em) Heftige Durchfälle, Bauchschmerzen, Abgeschlagenheit – wer denkt bei diesen typischen Symptomen von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen schon an einen jungen, attraktiven Superstar? Sängerin Anastacia erhielt die Diagnose Morbus Crohn im Alter von 13 Jahren. Die 18 cm lange Narbe, die damals nach einer OP zurückblieb, hat die Powerfrau aus den USA nie versteckt. Im Gegenteil: Die Krankheit habe ihre Kämpfernatur geweckt, die ihr nicht zuletzt 2003 half, den Brustkrebs zu besiegen.

In Deutschland leben rund 300.000 Menschen mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen treten meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf und verlaufen schubweise, d. h. akute Phasen wechseln sich mit beschwerdefreien Phasen ab. Prof. Dr. Klaus Herrlinger, Chefarzt für Innere Medizin und Gastroenterologie in der Asklepios Klinik Nord - Heidberg, weiß um den hohen Leidensdruck der Patienten: „Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen schränken die Lebensqualität dramatisch ein. Die Ursachen sind immer noch nicht vollständig erforscht, die Verläufe nicht vorhersehbar. Eine Therapie sollte deshalb immer in Absprache mit einem erfahrenen Spezialisten erfolgen.“

Ein normaler Alltag? Unmöglich.
In ihrem Beschwerdebild sind Morbus Crohn und Colitis ulcerosa oft nur schwer zu unterscheiden. Bei der Colitis ulcerosa handelt es sich um eine Entzündung der oberflächlichen Schleimhautschichten, die sich vom Enddarm in den Dickdarm nach oben hin ausbreitet. Es entstehen entzündliche Geschwüre, in deren Folge es wiederum zu starken Durchfällen und kolikartigen Bauchschmerzen vor allem im linken Unterbauch kommt. In schweren Fällen müssen die Patienten bis zu 40 Mal am Tag die Toilette aufsuchen! Mit den Jahren entwickeln sie zudem ein erhöhtes Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken. Bei Morbus Crohn dringt die Entzündung durch alle Schichten der Darmwand. Außerdem können sämtliche Abschnitte des Verdauungstraktes von der Mundhöhle bis zum Anus befallen sein. Die häufigste Lokalisation ist allerdings die Übergangsregion vom Dünndarm in den Dickdarm. Viele Patienten haben über längere Zeit nur geringe oder unspezifische Beschwerden, so dass oft Jahre vergehen, bis die Erkrankung erkannt wird. Hinweise sind über mehrere Wochen anhaltende Durchfälle, Schmerzen im rechten Unterbauch, Fieber, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust. Einige Patienten weisen auch Entzündungen der Gelenke, der Leber, der Haut oder an den Augen auf. Als mögliche Komplikationen können sich Engstellen (Stenosen), eitrige Abszesse und Fisteln bilden.

Darmspiegelung bringt Gewissheit
Am Anfang der Diagnose stehen die Erhebung der Krankengeschichte und eine gründliche körperliche Untersuchung. Eine Laboruntersuchung gibt Aufschluss über Entzündungsparameter im Blut. Mit Hilfe einer bakteriologischen Stuhluntersuchung kann der Arzt eine infektiöse Darmerkrankung ausschließen. „Am besten nachweisen lassen sich Morbus Crohn und Colitis ulcerosa aber durch eine Darmspiegelung“, erklärt Prof. Herrlinger. „Dabei entnehmen wir auch gleich kleine Proben für eine feingewebliche Untersuchung. Außerdem können wir mögliche Fisteln oder Stenosen erkennen.“ Veränderungen in den endoskopisch nicht einsehbaren Dünndarmteilen macht eine Kernspintomographie (MRT) sichtbar. Im weiteren Verlauf reicht häufig die Ultraschalluntersuchung des Darms zur Verlaufskontrolle.

Individueller Therapieansatz und Interdisziplinarität
„Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind komplexe Krankheitsbilder, bei denen es gilt, für jeden Patienten einen individuellen Behandlungsplan zu entwickeln. Der Schlüssel zum Erfolg ist dabei der fächerübergreifende Dialog. Durch die enge Zusammenarbeit von Gastroenterologie und Chirurgie können wir in der Asklepios Klinik Nord - Heidberg diese Interdisziplinarität bieten. Ziel ist es, die beschwerdefreien Phasen zu verlängern, Komplikationen zu vermeiden und operative Eingriffe so lange wie möglich, aber nicht zu lange hinauszögern“, so Prof. Herrlinger. Die Therapie reicht von durchfallhemmenden und schmerzstillenden Medikamenten über Kortison und andere entzündungshemmende Medikamente bis hin zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa Immunsuppressiva (Mittel, die das körpereigene Immunsystem unterdrücken). Eine Operation zieht der Arzt erst in Erwägung, wenn die Erkrankung medikamentös nicht in den Griff zu bekommen ist, Komplikationen oder bei Colitis ulcerosa- Patienten Frühformen von Dickdarmkrebs auftreten. Bei Morbus Crohn-Patienten sind im Laufe des Lebens oft mehrere chirurgische Eingriffe notwendig, um Fisteln zu entfernen oder Abszesse zu drainieren. Stenosen können operiert und oft auch mit Hilfe der endoskopischen Ballondilatation aufgedehnt werden. Bei Colitis ulcerosa-Patienten wird im Falle einer OP stets der gesamte Dickdarm entfernt. In der Regel wird dann aus dem Dünndarm ein neuer Enddarm, der sogenannte „Pouch“, konstruiert. In der Asklepios Klinik Nord - Heidberg finden Operationen bei chronischentzündlichen Darmerkrankungen wenn immer möglich in schonender minimalinvasiver Technik („Schlüsselloch- Chirurgie“) statt.

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€ Wenn die Schilddrüse verrückt spielt
Hamburg (em) Im Jodmangelgebiet Deutschland leidet etwa ein Drittel aller Bundesbürger an Funktionsstörungen der Schilddrüse. Die verschiedenen Erkrankungen machen sich unterschiedlich bemerkbar. Viele Betroffene merken nicht einmal, dass mit ihrer Schilddrüse etwas nicht stimmt. Glücklicherweise reicht in den meisten Fällen eine medikamentöse Behandlung aus, um den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Bei bestimmten krankhaften Veränderungen ist eine Operation allerdings unumgänglich. Um das Risiko für Stimmbandnerven, Nebenschilddrüsen und Gefäße dabei so gering wie möglich zu halten, setzen die Experten in der Asklepios Klinik Nord - Heidberg auf modernste Verfahren.

Die häufigste Schilddrüsenerkrankung ist hierzulande der Kropf (lateinisch Struma). Ursache ist meist ein Jodmangel. Die Schilddrüse benötigt Jod zur Hormonproduktion. Steht zu wenig Jod zur Verfügung, versucht sie dies durch die Bildung von neuem Gewebe auszugleichen. In fortgeschrittenem Stadium leiden die Betroffenen unter einem Engegefühl im Hals sowie Atem- und Schluckbeschwerden. Außerdem kann es zu sichtbaren Verdickungen am Hals kommen. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) bildet die Schilddrüse mehr Hormone als der Körper braucht. Die Folgen: Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Schwindel, Gewichtsverlust, Haarausfall. Der gesamte Organismus läuft auf Hochtouren.

Die häufigsten Ursachen sind Morbus Basedow oder eine funktionelle Autonomie. Morbus Basedow wurde erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts von dem Merseburger Amtsarzt Karl A. von Basedow beschrieben. Typisch ist das gleichzeitige Auftreten von vergrößerter Schilddrüse, hervortretenden Augäpfeln und Herzrasen. Heute weiß man, dass Morbus Basedow eine Autoimmunerkrankung ist, d. h. dass der Körper Antikörper gegen die eigenen Schilddrüsenzellen bildet. Dies führt wiederum zu einer verstärkten Ausschüttung von Hormonen. Bei einer funktionellen Autonomie produzieren Teile der Schilddrüse, sogenannte autonome Adenome oder auch „heiße“ Knoten, unkontrolliert Hormone. Bei einer Unterfunktion (Hypothyreose) bildet die Schilddrüse zu wenig oder gar keine Hormone. Typische Symptome sind Müdigkeit, Gewichtszunahme, Leistungs- und Konzentrationsschwäche sowie depressive Verstimmungen. Häufig entsteht eine Unterfunktion als Folge einer Hashimoto-Thyreoiditis. Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse und ebenso wie Morbus Basedow eine Autoimmunerkrankung. Nur selten verbirgt sich hinter Schilddrüsenveränderungen eine Krebserkrankung. Je nach Gewebaart wird zwischen verschiedenen Schilddrüsenkarzinomen unterschieden. Frühzeitig erkannt, sind die Heilungschancen inzwischen sehr gut.

Die Diagnose
Beim Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung erfolgt zunächst eine Tast-, Blut- und Ultraschalluntersuchung. Zur weiteren Abklärung können noch weitere Untersuchungen nötig sein, z. B. eine Szintigraphie (nuklearmedizinische Untersuchung) zur Beurteilung der Stoffwechselaktivitäten in unterschiedlichen Bereichen der Schilddrüse, eine Feinnadelpunktion (Entnahme einer Gewebeprobe), eine Kernspin- oder Computertomographie.

Die Operation
Nicht alle Patienten mit Funktionsstörungen der Schilddrüse müssen unters Messer. Meist lässt sich die Normalfunktion mit einer medikamentösen Behandlung wiederherstellen. Stadienabhängig stellt bei Morbus Basedow oder einzelnen „heißen“ Knoten auch die Radiojodtherapie eine Alternative zum chirurgischen Eingriff dar. Bei rund 100.000 Patienten pro Jahr ist in Deutschland dennoch die Operation die Therapie der Wahl. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Ziel ist es, die veränderten Anteile vollständig zu entfernen und möglichst viel gesundes Gewebe zu belassen. Es kann allerdings auch notwendig sein, die komplette Schilddrüse zu entfernen. „Schilddrüsenoperationen sind anspruchsvolle Operationen. Das Organ ist sehr gut durchblutet und umgeben von äußerst empfindlichen Strukturen, die keinesfalls verletzt werden dürfen. Um Stimmbandnerven, Nebenschilddrüsen und Gefäße bestmöglich zu schonen, ist eine exakte Schnittführung ebenso wichtig wie eine freie Sicht auf das Operationsfeld“, erklärt Prof. Dr. Carolin Tonus. Deshalb führen der leitende Chefarzt für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie Prof. Dr. Klaus Rückert und die Co-Chefärztin für Allgemein- und Viszeralchirurgie die Eingriffe nach neuestem Standard unter Einsatz von Ultraschallschere, Lupenbrillenpräparation sowie ständiger Kontrolle der Stimmbandnerven durch Neuromonitoring durch. Die Lupenbrille zeigt das Gewebe in fünffacher Vergrößerung, so dass selbst kleinste Blutgefäße zu erkennen sind. Die innovative Ultraschallschere ermöglicht ein weitgehend unblutiges Operieren. Selbstverständlich achten die Operateure darüber hinaus auf ein optimales kosmetisches Ergebnis.

Nach der OP
„Ist nach einer Operation nur noch wenig oder gar kein Schilddrüsengewebe mehr vorhanden, ist eine lebenslange, aber im allgemeinen sehr gut verträgliche Hormonersatztherapie notwendig, um die fehlende körpereigene Hormonproduktion auszugleichen“, so Dr. Gero Neupert, Oberarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie. Durch regelmäßige Blutuntersuchungen überprüft der Arzt, ob sich der Hormonspiegel im Normbereich bewegt.

Klein, aber oho!
Die Form der Schilddrüse erinnert an einen Schmetterling. Sie befindet sich unterhalb des Kehlkopfes und besteht aus zwei Seitenlappen, die über eine schmale Gewebebrücke vor der Luftröhre miteinander verbunden sind. Trotz ihrer geringen Größe - beim gesunden Menschen wiegt sie gerade einmal 20 bis 30 Gramm - erfüllt sie lebenswichtige Aufgaben im menschlichen Körper. Sie ist unter anderem zuständig für die Produktion der beiden Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4). T3 und T4 sind an der Steuerung zahlreicher Stoffwechselvorgänge beteiligt. Sie beeinflussen z. B. den Sauerstoffverbrauch der Zellen, die Funktion des Herz-Kreislauf-Systems und des Magen-Darm-Traktes und v. a. den Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel, also den gesamten Energiehaushalt.

Spezialsprechstunde für Schilddrüsenerkrankungen:
Fr. 10 - 11.30 Uhr, Telefonische Terminvereinbarung unter (040) 18 18-87 16 00.

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Foto unten: In einer Spezialsprechstunde beraten Prof. Dr. Carolin Tonus und Dr. Gero Neupert Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen.

€ Die Schattenseiten von König Fußball
Hamburg (em) Deutschland ist wieder im Fußballfieber. Während die Herren der Schöpfung in der jüngeren Vergangenheit vor allem durch einen öffentlich ausgetragenen „Zickenkrieg“ von sich reden machten, tritt die Frauen-Nationalmannschaft bei der FIFA WM 2011 gegen die 16 besten Teams der Welt an, um ihren Titel zu verteidigen. Der Erfolg von Rekordtorjägerin Birgit Prinz und Co. begeistert immer mehr junge Mädchen und Frauen für das Spiel mit dem runden Leder. Doch egal wie elegant und technisch versiert das vermeintlich „schwache Geschlecht“ dem Ball hinterherjagt – Fußball ist und bleibt eine der gefährlichsten Sportarten.

Knapp die Hälfte aller Unfälle im Profisport ereignet sich in dieser Disziplin. „Am größten ist das Verletzungsrisiko im Bereich der unteren Extremitäten. Besonders gefährdet sind die Sprunggelenke, die Knie sowie die Muskulatur von Ober- und Unterschenkel“, so PD Dr. Marc Schult, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie in der Asklepios Klinik Nord - Heidberg. Hauptursache der Verletzungen sind Zweikämpfe mit dem Gegner, gefolgt von Überlastungsverletzungen und Verletzungen durch Umknicken. Während Spielerinnen und Spieler nach Prellungen, Muskelzerrungen und -rissen meist schnell wieder auf dem Grün sind, können Bandverletzungen eine längere Auszeit bedeuten.

Ein typisches Verletzungsmuster ist die sogenannte „unhappy triad“ („unglückliche Triade“). Dabei handelt es sich um eine Kombinationsverletzung des Kniegelenks, bei der gleichzeitig das vordere Kreuzband, das Innenband und der Innenmeniskus reißen. Nicht selten ist auch der Knorpel in Mitleidenschaft gezogen. Das kann unbehandelt zu vorzeitigem Gelenkverschleiß (Arthrose) führen. „Sportunfälle zwangen die Betroffenen früher oft zu monatelangen Pausen. Heute bringen wir Fußballspielerinnen und -spieler sehr viel schneller wieder auf die Beine. Dabei spielen die modernen bildgebenden Diagnoseverfahren wie Kernspintomographie (MRT) und Computertomographie (CT) eine entscheidende Rolle“, erklärt Dr. Schult. Mit Hilfe einer Kernspintomographie lassen sich Knorpel, Sehnen und Bandapparat sehr gut darstellen.

Die Computertomographie liefert hingehen eine exakte Darstellung der knöchernen Strukturen. Die Ergebnisse beider Untersuchungen helfen dem Arzt dabei zu entscheiden, ob eine Operation notwendig ist oder auch konservative Maßnahmen in Frage kommen. Führt kein Weg an einem chirurgischen Eingriff vorbei, setzt das Team um Dr. Schult in der Asklepios Klinik Nord - Heidberg auf moderne mininmal-invasive Techniken. Die Vorteile der „Schlüssellochchirurgie“ liegen auf der Hand: geringere Traumatisierung, kürzere Rehabilitationszeit, raschere Rückkehr ins Berufsleben und - nicht zuletzt - auf den Bolzplatz.

Sprechstunde Orthopädie und Unfallchirurgie:
Montag bis Freitag 8.30 - 16 Uhr, nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung unter (040) 18 18-87 16 00.

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€ Neuer Chefarzt in der Asklepios Klinik Nord - Heidberg
Hamburg (em) Ab 1. Juli 2011 leitet Prof. Dr. med. Klaus Herrlinger die Innere Medizin I der Asklepios Klinik Nord - Heidberg.

Zuvor arbeitete der Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie mit den Zusatzbezeichnungen Diabetologie DDG, Infektiologie DGI und Notfallmedizin als Oberarzt in Stuttgart. Am dortigen Robert-Bosch-Krankenhaus war er insgesamt zehn Jahre tätig, unterbrochen von einem einjährigen Forschungsaufenthalt an der renommierten britischen Universität Oxford. Außerdem absolvierte er eine dreimonatige Fortbildung in Tropenmedizin in Liverpool im Nordwesten Englands.

Den Grundstein für seine Karriere legte Prof. Herrlinger nach dem Medizinstudium in Würzburg, Kiel und Basel an der Medizinischen Klinik der Universitätsklinik Schleswig- Holstein Campus Lübeck. Seine beruflichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Gastroenterologie, d. h. in der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Verdauungstraktes, Endoskopie und Infektiologie. Sein besonderes Interesse gilt der Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Und welche Gründe haben den Vater zweier Töchter zum Wechsel von der Schwabenmetropole nach Hamburg in die Asklepios Klinik Nord - Heidberg bewogen?

„Tolle Stadt, großes Haus mit fast allen Fachdisziplinen und sehr gute Entwicklungsperspektiven im Bereich der Gastroenterologie“, so Prof. Herrlinger. Ausgleich zum beruflichen Alltag findet der sportliche 41-Jährige beim Joggen und Fußballspielen oder in der Musik. Besonders gut kann er bei Jazz- und Blues-Klängen abschalten.

Foto: Prof. Dr. med. Klaus Herrlinger.

Asklepios Kliniken GmbH
Rübenkamp 226
22307 Hamburg
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€ Eröffnung von neuem Zentral-OP & erweiterter Kopfklinik
Hamburg (em) Über 5.000 Besucher strömten am 30. April in die Asklepios Klinik Nord - Heidberg, um beim Tag der offenen Tür einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Anlässlich der Eröffnung des neuen Zentral-OP und der erweiterten Kopfklinik erhielten interessierte medizinische Laien die einmalige Gelegenheit, einen hochmodernen OP mit Medizintechnik der jüngsten Generation zu besichtigen. Bei der Planung des Baus stand neben medizinischer Qualität und ökonomischer Effizienz vor allem die ökologische Nachhaltigkeit im Vordergrund.

Nach über einem Jahr Bauzeit haben der neue Zentral-OP und die erweiterte Kopfklinik der Asklepios Klinik Nord - Heidberg Anfang Mai ihren Betrieb aufgenommen. „Mit der Zentralisierung der bestehenden OPs und dem Bau von sieben neuen Sälen haben wir die Weichen in Richtung Zukunft gestellt. Das Konzept mit intraoperativem MRT macht uns nicht nur für Hamburg, sondern für ganz Norddeutschland zum zentralen Anlaufpunkt bei schwersten Kopfverletzungen und komplexen neurochirurgischen Eingriffen“, so Kai Hankeln, geschäftsführender Direktor Asklepios Klinik Nord.

Zunehmende Spezialisierung fordert immer engere Zusammenarbeit
In den „Kopffächern“ entwickelten sich die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in den vergangenen Jahren besonders rasant. Umso wichtiger ist es deshalb in der Neurochirurgie, Neurologie, Wirbelsäulenchirurgie, Augenheilkunde, Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Hand in Hand mit den Spezialisten der anderen Fächer zusammenzuarbeiten. Die räumliche Nähe aller chirurgischen Disziplinen im neuen Zentral-OP macht dies noch einfacher. Weitere Vorteile für den Patienten sind geringere Vorbereitungs- und Wartezeiten.

„Clean and green“
Doch nicht nur im Bereich der medizinischen Versorgungsqualität nimmt die Asklepios Klinik Nord - Heidberg ihre Verantwortung ernst. Getreu dem Motto „Clean and green“ („Sauber und grün“) hat sie sich zu konsequent ressourcenschonendem Verhalten verpflichtet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Verringerung des Energieverbrauchs und dem damit verbundenen Ausstoß von Kohlendioxid (CO2). Durch die Umsetzung eines umfassenden Maßnahmenpaketes spart die Asklepios Klinik Nord jährlich 1.330 Tonnen des Klimakillers ein.

Intraoperative Hochleistungskernspintomographie
Mittelpunkt der technischen Ausstattung im neuen Zentral-OP ist der neu angeschaffte intraoperative Hochleistungskernspintomograph (MRT). Das Gerät kommt bei sehr komplizierten neurochirurgischen Eingriffen wie der Entfernung von Hirntumoren zum Einsatz. Es hilft dem Chirurgen sowohl bei der Planung der OP als auch bei der Durchführung. Die während der OP gemachten Bilder ermöglichen es, den Fortschritt bei der Entfernung des erkrankten Gewebes zu kontrollieren. So lässt sich die Gefahr, dass ein Resttumor zurückbleibt oder wichtige Hirnfunktionen beeinträchtigt werden, deutlich reduzieren. Die Gerätekombination aus MRT und OP-Einrichtung in zwei benachbarten Räumen erlaubt es, beide Räume auch unabhängig voneinander zu nutzen. Dieses innovative und wirtschaftliche Konzept wird weltwelt an nur fünf Kliniken umgesetzt.

Die wichtigsten Fragen rund um „die Röhre“

Was ist eine Kernspintomographie?
Die Kernspintomographie, auch Magnetresonanztomographie (MRT), ist ein modernes bildgebendes Diagnoseverfahren zur Darstellung der inneren Organe und Gewebe.

Bin ich bei der Untersuchung schädlicher Strahlung ausgesetzt?
Nein, im Unterschied zum Röntgengerät oder zum Computertomographen arbeitet der Kernspintomograph mit Magnetfeldern und Radiowellen. Aufgrund der fehlenden Strahlenbelastung eignet sich die Kernspintomographie deshalb besonders für die Untersuchung von Kindern.

Wie läuft die Untersuchung ab?
Der Patient liegt in der „Röhre“. Wichtig ist, dass er sich nicht bewegt und gleichmäßig atmet, damit die Bilder nicht verwackeln. Da das Gerät laute Klopfgeräusche erzeugt, erhält er wahlweise einen Gehörschutz oder einen Kopfhörer mit Musik. Über eine Gegensprechanlage steht er in ständigem Kontakt mit dem medizinischen Personal und kann sich jederzeit mit einer Klingel bemerkbar machen. Die Untersuchung dauert zwischen zehn Minuten und maximal einer Stunde. Um die Aussagekraft der Bilder zu erhöhen, kann es in bestimmten Fällen notwendig sein, vor der Untersuchung ein gut verträgliches Kontrastmittel in die Armvene zu spritzen.

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