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Henstedt-Ulzburg | BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Eka von Kalben zu Besuch im Alvesloher Dorfladen

Alveslohe (em) Eka von Kalben, Vorsitzende der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, besuchte am vergangenen Freitag zusammen mit den grünen Vorsitzenden des Kreises Segeberg Ulrike Täck und Peter Stoltenberg den Alvesloher Dorfladen und ließ sich von Marktleiterin Regina Deilke den 2018 gegründeten Genossenschaftsladen zeigen und dessen Entstehungsgeschichte erklären, bei der die Alvesloher Grünen Ideengeberin und treibende Kraft waren.

Nachdem das letzte Lebensmittelgeschäft in Alveslohe seit beinahe zwei Jahren geschlossen hatte, entstand bei einem Grillabend unter befreundeten Grünen die Idee, selbst einen Laden zu eröffnen. Dabei stand nicht nur der eigene Wunsch im Mittelpunkt, wieder zu Fuß oder per Fahrrad einkaufen zu können. Auch der Gedanke, etwas für einen größeren Kreis der Alvesloher*innen und das Sozialgefüge des Ortes zu tun, spielte eine große Rolle, berichtet die Grüne Erika Wichmann, die von Beginn an dabei war und nun regelmäßig ehrenamtlich an der Kasse sitzt.

In einem gewaltigen Kraftakt wurde von Februar bis zur Eröffnung im November 2018 und mit vielen ehrenamtlichen Helfer*innen der Laden renoviert und eingerichtet und eine Genossenschaft gegründet, die inzwischen 190 Mitglieder zählt. Entstanden ist ein Nahkauf-Ladengeschäft, der von REWE beliefert wird und preislich dasselbe Niveau hat, wie andere Läden der Kette.

Von Kalben, die selbst gleich ihren Einkauf erledigte, zeigte sich beeindruckt von dem Sortiment und freute sich besonders über Bioprodukte und regionale oder sogar örtlich hergestellte Waren, die die Genossenschaft zusätzlich zur Belieferung durch REWE ins Angebot nimmt. „Wir haben eigentlich alles da, außer Schuhe“, freut sich Marktleiterin Deilke und verweist auf ein Buch, in das Kunden ihre Wünsche notieren können. „Fast immer machen wir es möglich“, erzählt sie, die mit dreizehn Angestellten den Laden am Laufen hält.

Auf Nachfrage der Landtagsfraktionsvorsitzenden von Kalben erzählt sie, dass der Dorfladen bislang ganz gut durch die Krise gekommen sei. Viele derer, die im Home-Office arbeiten, würden bei ihnen immer größere Einkäufe tätigen. Durch die Post, die demnächst ebenfalls hier Einzug halten soll, erhofft sich die Genossenschaft noch größeren Zuspruch. Nicht zu vergessen, das angeschlossene kleine Café, das ab sechs Uhr morgens geöffnet hat. Dennoch wünscht sich die Genossenschaft weitere Mitglieder, um den Laden noch fester unter den Alvesloher*innen zu verankern.

Die grünen Amts- und Mandatsträger zeigen sich beeindruckt von diesem geglückten Projekt, das Modell für andere kleine Orte sein könnte, die zu veröden drohen. Doch von Kalben bekommt auch etwas Arbeit mit auf den Weg: privat initiierte Marktläden, wie diese, bekämen bislang noch keine Zuschüsse oder Förderung. Vielleicht ließe sich daran in Zukunft etwas ändern, so dass auch andere kleinere Orte sich einen Laden, wie diesen und damit einen wichtigen örtlichen Mittelpunkt wieder aufbauen könnten. Denn eines war allen Beteiligten klar: Der Alvesloher Dorfladen ist nicht einfach nur eine Einkaufsgelegenheit um die Ecke, es ist ein Gemeinschaftsprojekt von und für die Alvesloher*innen.

Foto: © Bündnis90/Die Grünen

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