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Henstedt-Ulzburg | Gemeinde Henstedt-Ulzburg

Einweihung Zusatztafel zum Straßenschild „Heidelweg“

Henstedt-Ulzburg (em) August Heidel (1882-1957) zählt zu den Siedlern die zu Beginn der 1930er Jahre auf den Rhen zogen. Als Mitglied des Siedlervereins Rhen, Mitbegründer des Einwohnervereins Rhen sowie nach dem 2. Weltkrieg engagiertem Mitglied der Kommunalpolitik und später der Henstedter Gemeindevertretung hat August Heidel die Entwicklung seines Ortsteiles aktiv mitgestaltet.

Am Samstag, 3. September, um 14 Uhr soll im Beisein von Bürgermeister Stefan Bauer, dem Gemeindevertreter Carsten Schäfer sowie der Enkelin von August Heidel, Frau Ingrid Kubin, eine Zusatztafel am Straßennamensschild „Heidelweg“ an der Ecke zur Wilstedter Straße enthüllt werden. Hiermit soll den Henstedt-UlzburgerInnen ein Hinweis auf den Namensgeber August Heidel gegeben werden. Zu diesem Anlass soll an ihn erinnert und sein Wirken kurz gewürdigt werden.

August Heidel (1882-1957)
Karl Christian August Heidel, geboren 28. Oktober 1882 in Elze, Kreis Gronau/Hannover, absolvierte dort eine Maurerlehre. Schließlich ging er nach Hamburg (hier 1909 Heirat mit Berta Friederike Emma Heinrichs, 1910 Geburt der Tochter Berta) und arbeitete als Eisenflechter auf Baustellen.

Zu Beginn der 1930er Jahre zog er mit seiner Frau auf den Rhen. Sie errichteten ein einfaches Kleinhaus am Gräflingsberg. Zu dieser Zeit wurden ca. 50 weitere Siedler hier ansässig. In der Regel waren es Familien aus Hamburg, die hier Gartenparzellen gepachtet hatten und Wohnlauben errichteten. Viele waren in der Wirtschaftskrise arbeits- bzw. wohnungslos geworden und bauten ihre Gartenhäuser als Dauerwohnungen aus. Sie hatten dabei gegen den Widerstand der eingesessenen bäuerlichen Bevölkerung im Dorf Henstedt und den überörtlichen Behörden zu kämpfen, denen diese verstreuten „wilden Siedlungen“ in der Heide- und Moorlandschaft ein Dorn im Auge waren.

Die Rhener Siedler schlossen sich zu einer Interessensgemeinschaft, dem Siedlerverein Rhen zusammen; auch August Heidel war eines der Mitglieder. Als in späterer Zeit der gemischte Chor Alsterquelle gegründet wurde, war August Heidel von Anfang an als aktiver Sänger dabei. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er auch kommunalpolitisch aktiv und setzte sich für die durch den Flüchtlingszustrom nun enorm anwachsende Siedlung ein. Am 20.11.1948 wurde August Heidel in den Wohnungsausschuss und in den Wohlfahrtsausschuss gewählt. Als überzeugter Sozialdemokrat – er war über vier Jahrzehnte lang Mitglied der SPD – saß er seit Mai 1952 in der Henstedter Gemeindevertretung. Er war das älteste Mitglied dieses Gremiums, als im September 1955 unter seinem Vorsitz August Rohlfing zum Henstedter Bürgermeister gewählt wurde.

August Heidel war einer der Mitgründer (bzw. einer der ersten zehn Mitglieder) des Einwohnervereins Henstedt-Rhen. Für dessen Belange (Wegebau, Schulbau, Verwaltungssprechstunden auf dem Rhen) engagierte er sich in der Gemeindevertretung sehr.

Am 12. Juli 1957 verstarb August Heidel nach schwerer Krankheit im Heidberg-Krankenhaus. In einem Nachruf charakterisiert der Journalist und langjährige Beobachter der Henstedter Lokalpolitik Heinz Friedrich Kamecke ihn so: „Von kleiner Statur, wuchs er über sich hinaus, wenn er für eine gute Sache warb. Als Senior des Gemeindeparlaments wirkte er mit seiner ruhigen, freundlichen, humorvollen Art ausgleichend. Nie hat Heidel das Trennende, immer aber das Einende betont.“ August Heidel war deshalb sehr angesehen. Später wurde der schmale Weg am südöstlichen Rand, wo er als einer der ersten Anwohner seit Beginn der 1930er Jahre ansässig war (heute Nr. 8a), nach ihm benannt.

Foto: August Heidel mit Familie – August Heidel 5. von links; rechts daneben sitzt seine Tochter Berta, links neben ihm deren Ehemann. Die Enkelin von August Heidel, Ingrid Kubin, ist ganz links.

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