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Henstedt-Ulzburg | Gemeinde Henstedt-Ulzburg

Henstedt-Ulzburg sucht Mitglieder für Beirat Inklusion

Henstedt-Ulzburg (em) Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderung! Einstimmig hat die Gemeindevertretung im September für die Bildung eines „Beirats Inklusion für Menschen mit Behinderung“ gestimmt. Nachdem die Satzung rechtskräftig ist, beginnt jetzt die Gründungsphase für den Beirat. Hierfür werden Henstedt-Ulzburgerinnen und Henstedt-Ulzburger mit Behinderung gesucht, die Mitglied im Beirat Inklusion werden möchten.

„Die nächsten Schritte hin zu mehr Mitsprache für Menschen mit Behinderung sind getan“, sagt Bürgermeisterin Ulrike Schmidt. „Nun folgt die Besetzung des Beirat Inklusion und da sind wir auf die Mitwirkung von Menschen mit Behinderung aus unserer Gemeinde angewiesen.“

Die Zielgruppe für den Beirat Inklusion für Menschen mit Behinderung im Gemeindegebiet anzusprechen und zu einer Mitarbeit zu bewegen, ist gar nicht so einfach. Beim Seniorenbeirat können Personen aus der entsprechenden Altersgruppe von der Gemeinde gezielt angeschrieben werden. Dies geht im aktuellen Fall nicht, weil es entsprechende Statistiken verständlicher Weise nicht gibt. Um dennoch den gesuchten Personenkreis zu erreichen, wurden von der Gemeinde Henstedt-Ulzburg Plakate sowie Flyer mit Bewerbungsbögen – auch in Leichter Sprache – erstellt, die im Ort ausgelegt werden.

Dr. Wolfgang Arnhold, Koordinator des „Netzwerks Inklusion Kreis Segeberg 2.0“ und Leiter des Aktion-Mensch-Projektes „Wir entscheiden mit. Politische Partizipation von Menschen mit Behinderung im Kreis Segeberg“ freut sich über die Fortschritte beim Thema Inklusion in Henstedt-Ulzburg: „Ich bin begeistert von dem Engagement in der Gemeinde und der schnellen Etablierung eines Beirats Inklusion.“ Die Kosten für die Erstellung, den Druck und die Verbreitung der Werbematerialien wurden dankenswerter Weise vom Projekt „Wir entscheiden mit“ übernommen.

Der Beirat Inklusion soll aus mindestens sieben und höchstens elf Mitgliedern bestehen und wird auf fünf Jahre gewählt. Personen, die in Henstedt-Ulzburg wohnen oder arbeiten, über 18 Jahre alt sind und eine Form von Behinderung aufweisen, können sich für den Beirat Inklusion bewerben. Auch Eltern oder Partner von Menschen mit Behinderung mit Wohnsitz oder Arbeitsplatz in der Gemeinde Henstedt-Ulzburg haben die Möglichkeit im Beirat mitzuwirken.

Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember 2020. Im Januar 2021 werden alle Bewerberinnen und Bewerber eingeladen, sich der Lenkungsgruppe vorzustellen, die anschließend den Beirat wählt. Selbstverständlich erhalten alle gewählten Mitglieder im Anschluss Schulungen, die sie auf ihr neues Amt vorbereiten.

Die beiden Beauftragten für Menschen mit Behinderung Britta Brünn und Uta Herrnring-Vollmer haben die Gründung des Beirats Inklusion intensiv begleitet. „Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit mit dem Beirat und möchten gemeinsam wichtige Projekte, wie die Umsetzung des Aktionsplans Inklusion der Gemeinde Henstedt-Ulzburg, vorantreiben. Wenn es um örtliche Gegebenheiten oder das Knüpfen von Kontakten zu überregionalen Netzwerken geht, stehen wir gerne mit Rat und Tat zur Seite“, sagt Britta Brünn.

Der Beirat soll die Interessen und Anliegen der in Henstedt-Ulzburg lebenden und arbeitenden Menschen mit Behinderungen vertreten. Außerdem berät und informiert er, gibt praktische Hilfe und regt Initiativen zur Selbsthilfe an. Dabei wird er die Vereine und Verbände in der Gemeinde unterstützen und mit diesen zusammenarbeiten. Die Mitglieder des Beirats fungieren auch als Experten in eigener Sache für die Verwaltung und die politischen Gremien. Die Belange von Menschen Behinderung sollen durch Stellungnahmen und Empfehlungen des Beirats noch mehr Beachtung im politischen Prozess erhalten.

„Rufen Sie mich an oder kommen Sie vorbei, wenn Sie interessiert sind, im Beirat Inklusion mitzumachen“, sagt Beate Grabowski, Mitarbeiterin im Sachgebiet Soziales der Gemeinde Henstedt-Ulzburg. Sie ist telefonisch unter 04193/ 963-341 bzw. per E-Mail unter grabowski@henstedt-ulzburg.de erreichbar. Weitere Informationen können auch über die Homepage der Gemeinde unter www.henstedt-ulzburg.de abgerufen werden.

Foto:
Britta Brünn und Uta Herrnring-Vollmer, Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Gemeinde Henstedt-Ulzburg, Dr. Wolfgang Arnold, Koordinator des „Netzwerks Inklusion Kreis Segeberg 2.0“, Beate Grabowski, Mitarbeiterin im Sachgebiet Soziales der Gemeinde Henstedt-Ulzburg.

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