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Henstedt-Ulzburg | VHS Henstedt-Ulzburg

Sondersprachkurse „Ich sehe meine Zukunft in Deutschland“

Henstedt-Ulzburg (em) Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg hatte schnell reagiert. Kurz nachdem im April die ersten Geflüchteten aus der Ukraine angekommen waren, wurden gemeinsam mit der VHS drei Sonderkurse zum Erlernen der deutschen Sprache eingerichtet. „Es ging zum damaligen Zeitpunkt darum, 45 Personen dabei zu unterstützen, sich möglichst schnell bei uns zurechtzufinden – dafür sind grundlegende Deutschkenntnisse ein wichtiger Schlüssel“, erklärt Wenzel Waschischeck, Integrationsbeauftragter der Gemeinde.

„Da wollten wir nicht warten, bis die Finanzierung über Bundes- und Landesmittel steht, sondern seitens der Gemeinde spontan Hilfe bieten“, so Waschischeck weiter. Kürzlich sind diese drei Kurse zu Ende gegangen und auch die zusätzlichen Bundesformate über die VHS sind inzwischen eingerichtet worden. Grund genug für VHS-Leiter Dr. Jochen Brems, die Teilnehmer*innen einer dieser Kurse am letzten Kurstag zu besuchen und nach ihren bisherigen Erfahrungen zu fragen.

„Deutsch ist eine ziemlich schwierige Sprache“ bestätigen die beiden Teilnehmerinnen Vita Batinkhno und Roza Saribekjan. Insbesondere die richtige Verwendung der Artikel sei mühsam zu lernen, weil es nicht immer eindeutige Regeln dafür gibt. Aber auch das Ukrainische hätte seine Tücken, weil dort viele Wörter sehr ähnlich klingen würden, ergänzen die beiden mit einem Augenzwinkern. Insgesamt seien die Teilnehmer*innen sehr froh darüber, wie gut sie hier in Deutschland aufgenommen wurden und wie viele Menschen gerade auch hier in Henstedt-Ulzburg ihre Hilfe anbieten würden. Groß ist bei allen die Sorge, wie es mit dem Krieg, mit der Zerstörung und dem unendlichen Leid ihrer Landsleute weitergehen wird und was für ein Land sie am Ende des Krieges vorfinden werden. Keiner rechnet damit, schnell wieder nach Hause gehen zu können. Für Vita Batinkhno mit ihrem 8-jährigen Sohn steht schon jetzt fest, dass sie sich ein Leben in Deutschland als Lehrerin aufbauen möchte. „Ich habe in der Ukraine schon viel Unterrichtserfahrungen sammeln können. Jetzt geht es für mich darum, möglichst schnell die deutsche Sprache zu erlernen und an den Qualifikationen für ein Lehramt zu arbeiten.“ Auch ihre „Mitschülerin“ Roza Saribekjan sieht ihre Zukunft in Deutschland. Sie ist studierte Neurologin und möchte möglichst bald in ihrem Beruf weiterarbeiten. Genau wie Vita war sie bereits im April zusammen mit ihren 9-jährigen Zwillingen nach Henstedt-Ulzburg gekommen.

VHS-Leiter Brems freut sich darüber, dass sowohl die Gemeinde als auch der Kreis Segeberg weiterhin dort unbürokratisch unterstützen wollen, wo Hilfe nötig ist. So konnten – mit finanzieller Unterstützung durch den Kreis und in enger Abstimmung mit den örtlichen Schulen - in den Sommerferien zwei Crashkurse für Vorschul- und Schulkinder eingerichtet werden, damit der schulische DAZ-Unterricht nicht allzu lange unterbrochen wird. Gleichzeitig hat die Gemeinde einen zusätzlichen Raum zur Verfügung gestellt, um zusätzliche Integrationskurse anbieten zu können.

Foto v.l.n.r.: Kursteilnehmerinnen Vita Batinkhno und Saribekjan Roza mit der VHS-Sprachdozentin Anastasia Tsamkosoglou.

henstedt-ulzburg VHS Henstedt-Ulzburg
VHS Henstedt-Ulzburg
VHS Henstedt-Ulzburg
Hamburger Straße 24a
24558 Henstedt-Ulzburg
Tel.: 04193 75 530 00
info (at) vhs-henstedt-ulzburg.de
www.vhs-henstedt-ulzburg.de
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